Freitag, 5. Dezember 2014

Die besten Freunde des Karateka

Teil 1

Kennt ihr das?

Mitten in der Kata. Seit 10 Minuten stehen wir im Shiko-Dachi und der Trainer macht keine Anstalten, weiterzumachen. Stattdessen hält er Volksreden über Hikite, die hintere Hand, und warum diese an die Rippen gehört. Im Gehirn kommt das schon gar nicht mehr an, stattdessen sind da nur noch 2 Worte:
 

"ZÄHL!! WEITER!!"


Schauen wir mal in den Kopf eines unserer Mitschüler: "Mir tun die Schultern weh, mir tut der Nacken weh, mir tut der Rücken weh, mir tun die Knie weh!! Zähl weiter, verdammt!!"
 
Darf ich vorstellen: Euer neuer bester Freund: Der Schmerz!
 
Nein, wir wollen natürlich weder Masochisten, noch Sadisten werden.
 
So isses!
 

Dienstag, 30. September 2014

Der neue Strassenkampf

Die "neue" Realität des Straßenkampfs

 
Okay, so neu ist sie nicht mehr, das gleich zu Beginn. Es lässt sich schon seit einigen Jahren beobachten, dass sich der Straßenkampf verändert hat, dass ein "Trend" zu uns herüberschwappte, der sich anscheinend so schnell nicht mehr umkehren lässt.
 
Was hat sich eigentlich geändert? Wie war es früher, wie ist es heute?
 

*Zeitsprung*


Ende des letzten Jahrhunderts. Die Welt war noch leicht verkatert von der Wendezeit, dem Aufbrechen des Ostblocks und dem Zerfall der Sowjetunion.
Begeben wir uns mal in eine Oberschule und schauen uns an, wie die Prügelei aussieht, die da hinten rechts im Gange ist.
Zwei kabbeln sich, der Rest schaut zu. Quelle: Welt.de

Sonntag, 21. September 2014

Karate-Myth-Busters

Karate-Mythen - was ist dran, was stimmt davon, was nicht?

Im Laufe der Zeit haben sich viele Karate-Mythen in unseren Köpfen festgesetzt. Heute werden wir mal einigen von ihnen auf den Zahn fühlen.
 
Spielen wir mal...
 

1. Mythos: "Die Wurzeln des Karate liegen in China."

Der Mythos besagt, dass chinesische Kaufleute und Diplomaten den Kung Fu-Stil des Weißen Kranichs (White Crane, Chuan'Fa) aus Südchina ins Königreich Ryukyu (heute Okinawa) brachten, wo er von den Einheimischen übernommen und zum heutigen Karate weiterentwickelt wurde.
 
Was sagt die Geschichte dazu?
 

Samstag, 20. September 2014

Die Geschichte des Teemeisters

Die Geschichte des Teemeisters

 
Heute möchte ich Euch mal mit der Geschichte des Teemeisters Kozo Tajima beglücken. Ich hoffe, Ihr findet sie so lehrreich, wie ich!

Wandernder Teemeister und Teezeremonienmeister

Freitag, 19. September 2014

Bedeutung des schwarzen Gürtels

Was es bedeutet, den schwarzen Gürtel zu tragen

"Der trägt den schwarzen Gürtel, der ist Karatemeister!"

Kennt ihr das? So oder ähnlich? Bestimmt.
 
Nicht nur Außenstehende, auch viele Farbgurte sehen einen anders, wenn man den schwarzen Gürtel trägt.
Am Freitag trägt man den 3. Braungurt, ist noch "einer von ihnen", am Wochenende ist Prüfung und am Montag steht man als Schwarzgurt im Dojo. Plötzlich wird man ganz anders behandelt, gesehen, bewertet. Sie schauen zu einem auf. Nicht alle. Aber viele. Und nicht nur das, sogar viele Schulen bezeichnen die Dangrade als "Meistergrade".
 
Was hat sich geändert? Es sind gerade mal 3 Tage vergangen, ist man in dieser Zeit irgendwie mit dem Wissen der Gezeiten geimpft worden? Hat man die Seele eines alten Japaners in sich aufgenommen?
 

Mittwoch, 17. September 2014

Go no Sen und Sen no Sen

Go-no-Sen, Sen-no-Sen oder Sen-Sen-no-Sen

Wie kämpft ihr im Kumite lieber? Go-no-Sen? Oder Sen-no-Sen? Oder sogar Sen-Sen-no-Sen?

"Mit den Fäusten..?"

Schönes Ding!
Im Kumite teilen sich die Kämpfer in verschiedene Vorlieben. Die einen warten, bis der Gegner angreift, wehren den Angriff ab und kontern, andere sehen den Angriff und kontern mit einem schnelleren, wieder andere preschen vor, wie die berüchtigte Dampfwalze, wenn sie sehen, dass der Gegner sich zum Angriff entschließt.
Einige von Euch haben die Begriffe Go-no-Sen und Sen-no-Sen sicher schon mal gehört, viele werden sich sicherlich fragen, ob's das mit Sojasoße oder süß-sauer gibt und für die, die es interessiert und die ihr Kumite-Können analytisch betrachten und vertiefen wollen, werden wir heute mal etwas tiefer in die Materie einsteigen und ergründen, was es damit auf sich hat.

Sonntag, 14. September 2014

Familie Pinan

Alles Pinan oder was?

Wer fleißig Kata lernt, dem wird bei der einen oder anderen neuen Kata sowas rausrutschen, wie:

"Das ist ja, wie in der Pinan/Heian-<soundso>dan!"

In der Tat gibt es viele Kata, in denen sich einige Elemente ähneln, teilweise ganze Passagen scheinen aus anderen (oder in anderen) Kata recycled worden zu sein.
 
Wer sich gerade auf die Danprüfung vorbereitet, kommt um diese Erkenntnis in der Kosokun-Dai/Kanku-Dai nicht herum, die gleich zweimal gefährlich nach Pinan-Shodan/Heian-Nidan aussieht, an weiteren Stellen Teile der Pinan/Heian-Yondan zu haben scheint und auch die Pinan/Heian-Godan hat sich mit eingeschlichen. Überhaupt scheinen alle Pinan/Heian-Kata irgendwo in der Kosokun/Kanku-Dai mit eingebaut worden zu sein.
 
Was ist da los?
 
Waren die Meister alle ziemlich einfallslos und haben voneinander abgeguckt?
 
Oder ist das Recycling auf japanisch?
 
Einfallslos waren unsere großen Meister mit Sicherheit nicht, aber Recycling trifft es in der Tat schon ganz gut.

Freitag, 12. September 2014

Stillstand oder Fortschritt

Komme ich im Karate überhaupt noch weiter? Lerne ich noch neues oder bin ich an einem toten Punkt?

Diese Frage beschäftigt in den höheren Farbgurtgraden und erst recht in den Schwarzgurtgraduierungen sehr viele Schüler.


© ser; flickr: "kata exhibición XIX Cpto. España Kárate Shinkyokushinkai"
Am Anfang schien man in jeder Trainingsstunde völlig neue Welten kennen zu lernen und jetzt fühlt es sich so an, als würde man monatelang auf der Stelle treten, kaum noch was lernen, immer nur Kleinigkeiten verbessern oder anderen Schülern dabei zusehen, wie sie das lernen, was man selbst doch alles schon kann.

Wie kommt das?

Mittwoch, 10. September 2014

Bunkai

Das Bunkai-Prinzip


Man kann die meisten Karateschüler, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen, allerdings auch viele von denen, die es nicht tun, grob in zwei Gruppen einteilen: Die Kumite-Lover und die Kata-Nerds. Ich selbst gehöre definitiv zu letzteren. Erstere stellen oft eine Frage, die sich alle mal stellen sollten: 

Wofür ist Kata denn schon gut?

Und hier die 100-Pfennig-Masterantwort: Für die Selbstverteidigung auf der Straße!

Sonntag, 7. September 2014

Warum es im Karate keine Blöcke gibt

Warum es im Karate keine Blöcke gibt

 
In den Sommerferien rief ich einmal zu Beginn der Kindertrainingsstunde die Kinder auf, zu schätzen, wie viele Blöcke es im Karate eigentlich gibt.
Die Schätzungen reichten von 7 bis über 100. Als ich ihnen sagte, es gibt keinen einzigen, schaute mich eine Batterie großer Augen und noch größerer Münder an.
 

"Aber Age-Uke ist doch der Block oben und Gedan-Barai ist der Block unten!?"

Nö.

Freitag, 15. August 2014

Startup

Yoroshiku onegaishimasu!


Okay, hier bin ich also. Nachdem ich mir die Idee eines eigenen Blogs schon einige Jahre durch den Kopf gehen ließ, habe ich mich jetzt dazu entschlossen, neben dem K-Vlog bei YouTube auch einen K-Blog dazu zu pflanzen.

Das K steht - natürlich - für Karate. Aber auch für Kampfkunst allgemein. Ich werde mich hier über Karate auslassen, über Selbstverteidigung, über alles, was mir in dem Gebiet so auf der Seele liegt.

Hauptsächlich möchte ich natürlich eins: Das Wissen verbreiten, das zu erlernen ich in einem wunderbaren Karate-Verein das Privileg habe.

Dieser Blog wird teilweise als Unterstützung und Vertiefung der Videos dienen, teilweise auch eigenständige Themen behandeln, welche sich in Videoform nicht immer so schlüssig darstellen lassen. Ich werde versuchen, mich stilistisch etwas an Jesse Enkamps englischsprachigem Blog KARATEbyJesse anzulehnen, bis ich meinen eigenen Stil gefunden habe.

Wer bin ich?